Erziehungsbeistandschaften

Die Erziehungsbeistandschaft unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung von Konflikten in der Familie sowie bei schulischen und beruflichen Problemen. Ferner fördert sie die Verselbständigung des Jugendlichen unter Erhaltung des Lebensbezuges zur Familie. Zielgruppe dieser Betreuungsform sind junge Menschen im Alter von 8 bis 21 Jahren, deren leibliche, geistige oder seelische Entwicklung gefährdet oder beeinträchtigt ist und erhebliche Defizite in folgenden Bereichen aufweist: Elternhaus, Schule und Ausbildung, Einhaltung strafrechtlicher Normen, Bewältigung von Alltagsproblemen, Persönlichkeitsentwicklung, Identitätsprobleme, Selbstwertprobleme, Freizeitverhalten.

Der Erziehungsbeistand basiert auf §30 SGB VIII. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Hilfe und Unterstützung bei der Klärung der Beziehung zu Familienmitgliedern. Beratungen der Eltern bzw. gemeinsame Familiengespräche sind ergänzend sinnvoll und wichtig. In den Familiengesprächen werden unterschiedliche Positionen und Sichtweisen verdeutlicht. Das gemeinsame Erarbeiten von Regeln für ein Zusammenleben kann durchaus hilfreich sein.